Heimat- und Geschichtsverein Nideggen e.V. von 1988





Ehrenmale in Nideggen


Spaziergänger, Wanderer sowie auch die Nideggener Einwohner, gehen des Öfteren an Ehrenmale vorbei, ohne sie richtig wahrzunehmen. So sollte man doch bei dem nächsten Spaziergang oder Wandertour, einen Besuch der Ehrenmale einplanen.

Unser erster Ausgangspunkt ist die Marienkapelle an der Abender Straße.

Hier ein kurzer Rückblick: In der Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde am 28. Januar 1923 eine Kriegergedächtnisstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges eingeweiht. Im Mittelpunkt dieser Gedenkstätte stand eine Piet'a der Gottesmutter mit dem verstorbenen Heiland auf dem Schoß, rechts und links kniend Johannes und Magdalena. Diese Piet'a wurde 1949/50 renoviert und in die wiederaufgebaute Marienkapelle überführt.

An einer Tafel am Eingang der Kapelle, die vom Heimat- und Geschichtsverein Nideggen e.V. angebracht wurde, kann man Folgendes lesen:Marienkapelle auch Muttergotteskapelle genannt 1519 bis 1522 erbaut als "hilgen Huysgen" mit einem später in Barockform gehaltenen Giebel anno 1818. Zerstört im 2. Weltkrieg.Wiederaufbau 1949 durch die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nideggen. Aus der ebenfalls zerstörten Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde der Kriegergedächtnisaltar und eine Piet'a überführt.

20. Januar 1950 feierliche Weihe der wiedererrichteten Kapelle. 2001 und 2002 erneute Restaurierung unter Mithilfe der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nideggen.

Am Eingang der Kapelle befindet sich ein Weihwasser-Spender mit folgender Inschrift: "DIESE KAPELLE WILL MAHNEN + EIN ORT DER STILLE UND SAMMLUNG SEIN EINE GEBETSSTÄTTE FÜR DIE OPFER BEIDER KRIEGE".

Im Chorraum der Kapelle befindet sich eine Keramiktafel, in der die Namen der Toten, Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege eingeschrieben sind. Vier Szenen und Themen aus der Offenbarung des Johannes zieren die Tafel. Reliefartig ist in den Reihen der Namen, das Buch mit den sieben Siegeln, das Weib, der Menschensohn und die vier Reiter der Apokalypse eingearbeitet. Unser nächstes Ziel ist die Gedenkstätte "Am Eisernen Kreuz". Diese Gedenkstätte wurde am 07. Oktober 1956 eingeweiht. Aus Sicht der Straße, erblickt man auf einen Steinhügel, ein aufgesetztes Kreuz in der Form von 1870.

Auf einer Messingplatte ist vermerkt: EISERNES KREUZ - Preussische Kriegsauszeichnung - 1813- König Friedrich Wilhelm III.

Auf dem Gedenkplatz, von einer Hecke umzäumt, befindet sich ein Holzkreuz auf einen Steinsockel. Die Inschrift der angebrachten Messingplatte lautet: Für die Gefallenen der Kriege 1870-71, 1914-18 und 1939-45. Auf einer Platte, vorne auf dem Steinsockel, werden die Soldaten aus der Pfarrgemeinde Nideggen erwähnt, die im Weltkrieg 1914-18 für das Vaterland starben.

Hier steht auch eine Säule aus rotem Sandstein in Form eines Stacheldrahtes. Diese Säule wurde zur Erinnerung an die Toten und Vermissten sowie als Mahnmal an die noch in Gefangenschaft weilenden Nideggener Soldaten errichtet. Die Inschrift auf dem Sockel lautet: IHR SEID+NICHT+VERGESSEN. Im August 2007 wurde die Gedenkstätte durch den Eifelverein Nideggen restauriert.

Wir wandern weiter durch die Von-Siebold-Straße in Richtung Kirchgasse, hier befindet sich auf dem Friedhof neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, eine Kriegsgräberstätte. Es ist ein Kameradengrab mit 17 Gefallenen des zweiten Weltkrieges. Die Namen der gefallenen Soldaten sind aus dem Stein heraus gemeißelt, der aus rotem Sandstein besteht.

Hiermit endet mein Spaziergang bzw. Wanderung. Ich hoffe Ihr Interesse für diesen Weg geweckt zu haben.

Rundblick Rureifel, 22. April 2011

Margot Klinke
Mitglied des Heimat- und Geschichtsverein
Nideggen e.V.

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