Heimat- und Geschichtsverein Nideggen e.V. von 1988





Burg






Das Nyckstor (Nyts-Tor, Nits-Tor und Nix-Tor):

Von der Stadt aus gelangt man durch das noch erhaltene romanische Nyts-Tor in den früher vollständig ummauerten und besiedelten Burgflecken. Er entstand Ende des 12. Jhdt. in der Zeit des Burgbaus und kann als die Wiege der Stadt Nideggen angesehen werden.

Blick durchs Nyts-Tor zum Zülpicher-Tor_Postkarte: Archiv

Von diesem Tor sind nur noch zwei Bögen erhalten. Seinen Namen hat es vermutlich von seinem Erbauer Engelbert Nit von Birgel, der Anfang des 15. Jhdt. Amtmann und Vogt in Nideggen war.

Die Burg:

1177 ließ Graf Wilhelm II den Turm als erstes Bauwerk der Burg errichten. Er diente als Wohnung, Lager für Lebensmittel und Waffen und als Verlies. Berühmte Gefangene im Verlies waren zwei Kölner Erzbischöfe: Konrad von Hochstaden und Engelbert II von Falkenburg.

Burg Nideggen 1830_Postkarte: Archiv

Herzog Wilhelm ließ in der Mitte des 14. Jhdt. den prächtigen gotischen Rittersaal (drittgrößter Saal in Deutschland) bauen, von dem nur noch die Südfassade erhalten ist. Seit Beginn des 15. Jhdt. ist Nideggen nicht mehr Residenzstadt, weshalb die Burg verkam, in Kriegen zerstört wurde, Erdbeben zum Opfer fiel, bis sie 1979 in ihrer heutigen Form renoviert wurde.

Wir heutigen Menschen müssen uns deshalb glücklich schätzen, ein solches Baudenkmal zu besitzen, das trotz vielfacher Brandschatzung und Zerstörung über die Jahrhunderte hinweg in unserer Zeit gerettet wurde.

Die Kirche:

Graf Wilhelm II ließ die Kirche gegen Ende des 12. Jhdt. als Begräbnisstätte der gräflichen Familie erbauen. Auch dieses Gebäude wurde durch Kriege und Erdbeben immer wieder zerstört. Der letzte Wiederaufbau wurde 1957 abgeschlossen, wobei das wohl älteste Fresco - Gemälde (1240) nördlich der Alpen hervorragend wiederhergestellt wurde.

Fresco um 1240_Foto: Archiv

Die dreischiffige Emporenbasilika St. Johannis Baptist mit ihren wehrhaften Westturm, gilt als eine der schönsten romanischen Kirchen des Rheinlands.

Pfarrkirche St. Johannes Baptist_Foto: Archiv




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